2011-01-26

'Auf dem Mond...und zurück'




Ich war heute mit meinen Freundinnen in 'Black Swan', endlich.

Ich muss sagen... Darren Aronofsky hat geniale Arbeit geleistet. Natalie Portman überragende Arbeit und Clint Mansell betörende Arbeit geleistet.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, das ich diesen Film defintiv für einen der besten Filme halte, die ich je im Kino gesehen habe. Schon allein der Trailer, den ich ca. seit Oktober/November 2010 kenne, hat einen Oscar verdient für die non-existente Kategorie 'Bester Trailer'. Ich war gierig, so gierig auf einen Film war ich bisher nur bei 'Tangled'.

In den letzten paar Wochen hab ich gnadenlos alles absorbiert was mit 'Black Swan' zu tun hatte. Manchmal ein fataler Fehler, wenn man sich hineinsteigert, und man enttäuscht wird ('The Princess and the frog', den hab ich besser erwartet gehabt), was bei diesem brillianten Film nicht der Fall war.

Er beschert, trotz manchen seltsamen Momenten, einen so realistischen Einblick in die Welt des Balletts. All die Schmerzen, Verletzungen und Druck, nur für die Illusion der Schwerelosigkeit und Darstellung kunstvoller Schönheit.

Zur Musik ist folgendes zu sagen: Seit ich den Trailer gegesehen habe, war ich geil auf die letzten paar Sekunden Musik, wo nur Cello und Violine zu hören war. Und als dieser Moment dann kam, bekam ich das mir sehr bekannte Schaudern, was ich jedesmal bekomme, wenn die winzigen Sekunden gespielt werden. Die Kombination von Tchaikowskys Schwanensee und der Musik von Clint Mansell ist gigantisch, es harmoniert perfekt.

Teilweise gab es in dem Film jedoch auch Augenblicke, wo ich mir dachte 'Ein abgefahrener, psychosexueller Thriller' ist die perfekte Beschreibung. Um nicht zu spoilern, formuliere ich es so: Es ist kein 'Horror' in dem Sinn von einerkommtundmezzeltrum. Man sieht hauptsächlich Autoaggression, Wahnvorstellungen und (nein, nicht schizophrenie, meine lieben) Dissoziative Identitätsstörung und nebenbei noch Essstörung (aber die gehören zum autoaggressiven Verhalten). Den meisten Horrorfaktor für mich, hatte jedoch die Mutter. Sie war unheimlich. Nicht unbedingt das, was ich mir als Mutter wünsche.

Sexuell ist auch defintiv ne Menge dabei. Das war guuut.

Jedenfalls, ich glaube dieser Film lässt mich nicht so schnell los. Und um es mit Nina und Mia's Worten zu sagen:


Es war wie 'Auf dem Mond...und zurück.'



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen