2011-06-09

Mein Lieblingsspiel ist Snake.



Seit neuestem spiele ich am liebsten Snake. Tolles Spiel. Ich erkläre euch mal die Regeln:
Ihr legt euch in die Sonne. Entweder kaum oder am besten garnicht geschützt. Dann kommt das wichtigste! Bloß nicht aus der Sonne rausgehen und Stundenlang daliegen. Auch nicht wenden oder so. Und dann, nach so 2-3 Tagen ewigen Brennens und Hummerdasein, kann man leicht mit den Fingernägeln über die Haut kratzen und dann beginnt man langsam, kleine Fetzten abzureißen, oder große. So wie beim Tapetenabreißen und das mag doch jeder! Aber danach bloß nicht eincremen vergessen!

Ja, das ist mein Lieblingsspiel. Ich steh da total drauf. Genau wie auf Carolin Kebekus. Als Rebecca/Doreen. Absolut fabelhaft. Ich zitiere:
,,Deine Mudda pflanzt Ketchup für Tomatensalat.''
,,Dreimal hab ich schon abgetrieben aber die Wette gewinn ich erst mit sieben.''
,,Aber mein Vater der liebt seine Kinder, isch hab nen Zigarettenautomat im Zimmer.''
,,Masturbiert beim pinkeln und schwitzt beim kacken.''
,,Deine Mudda hätt gerne Sex mit Samson, deswegen benutzt sie ein Schaf als Tampon.''
,,Und jeder der uns beleidigt, wird von uns gesteinigt.''
Die wird noch meine neue Lieblingsinterpretin, ich sage es euch! Ich will so coll sein wie sie!

Abschlussprüfungen find ich übrigends irgendwie doof. Da gibt es schönere Sachen.
Snake spielen! Okay, und Sex.

2011-05-12

Horizontales Stretching & Frühlingsgeilheit

1) Horizontales Stretching (dt.: Horizonterweiterung)

Man bekommt manchmal im Leben Phasen, wo man sich denkt, dass man in den letzten Jahren, Monaten oder Tagen soviel verpasst hat, was man eigentlich noch tun wollte.
Von meiner Seite aus, machen sich diese Phasen meist bemerkbar nach einem frischen und abrupten Beziehungsabbruch. Es ist die Zeit in meinem seltsam gestrickten Organismus, wo ich aufblühe und mich Dingen widme, die ich schon lange nichtmehr getan habe oder schon immer tun wollte und, auch wenn diese Versuche dann irgendwann meist kläglich scheitern weil irgendein Faktor ins Leben getreten ist, bringen sie mein fantastisches Singledasein etwas in Schwung.
Ich arbeite dann mich jedesmal auf dieses perfekte Singleleben zu und beginne mit total untypischen Sachen. Ich treibe Sport, ich probiere neue Musikrichtungen aus und versuche eines von jenen Geschöpfen zu werden, die ich immer höcht widerwillig aber innig bewundert habe. Diese Frau, die kulturell, sportlich, klug, witzig und charmant ist und einen Traumkörper hat und die ich, ein Essener Durchschnittsmädchen niemals sein werde. Aber man wird doch wohl noch träumen dürfen.
Natürlich tue ich schon das Beste dafür, aber joggen, Vogue lesen und Jazz hören reicht wohl nicht.

2) Frühlingsgeilheit (dt.: Frühlingsgefühle)
Frühlingsgeilheit ist nur ein nicht so romantisches Wort dafür, dass man flirten und 'Hüftkontakt' (ein fabelhaftes Wort, was ich irgendwann mal aufgeschnappt habe) haben will. Frühlingsgefühle drückt es auch nicht so perfekt aus, es gleicht bei den meisten Menschen meiner Umgebung mehr einem unbeugsamen Drang nach Abenteuer, jedoch nur soweit, wie es Partner zulassen. Durch meine wiedergewonnene, fabelhafte Freiheit bin ich durchaus bereit, mich ins Getümmel zu werfen und sich mal so auf dem 'Markt' umzuschauen.
Jedoch, als ich in Paris war, und dieses Thema hatte ich schon mit mehreren Freunden und besonders Freundinnen besprochen, ist mir aufgefallen, dass es dort soviel einfacher ist, sich der Frühlingsgeilheit hinzugeben. Hier in Deutschland herrscht die absolute Ansprech-phobie. Selbst wenn zwei Menschen sich hier sehen und eine starke Anziehung merken, schaffen sie es in den seltensten Fällen sich tatsächlich anzusprechen. Wir machen es uns hier unnötig schwer und meinen dies durch Elitepartner auszugleichen. Obwohl gerade jetzt, wenn die Pollen fliegen und die Sonne scheint, es doch so einfach sein sollte, der Angebeteten Avancen zu machen oder ihr ein Taschentuch anzubieten, wenn sie mal wieder niesen musste und selbst ein wenig Chance auf Frühlingsgeilheit zu versprühen und zu bekommen.



Übrigends macht mich meine Wii-Fit-Trainerin immernoch depressiv mit 'Stellen sie sich den Körper vor, den sie gerne hätten'.


2011-04-16

Be Swimsuit ready!



1) Seit knapp einer Woche arbeite ich daran, wieder fit für den Somer zu werden. Und das mache ich wirklich zum ersten Mal in meinem Leben. Schade, wenn der Stoffwechsel plötzlich der eines echten Menschen wird und das stetige Essen verhindert.
Da hab ich doch tatsächlich zugenommen. Seltsame Menschen behaupten zwar, ich sähe endlich mal gesund aus oder gar 'Wie? Du doch nicht!'. Solche Äusserungen machten mich immer tieftraurig, aber anstatt zu essen, kaue ich jetzt weinend Gurken und Karotten und beim Joggen ist das kein Schwitzen, sondern Tränen.

Normalgewicht ist irgendwie langweilig. Aufgebrachte Menschen oder viele die das lesen könnten, würden sich jetzt tierisch aufregen, aber hier geht es nur um das persönliche Wohlbefinden was bei mir gerade bei -100 steht. Ich kriege krampfhafte Zuckungen in der Hand, wenn mir jemand Süßigkeiten anbietet....vielleicht ist es aber auch nur Selbstermahnung. In meinem Kopf sagt Beatrice die ganze Zeit:,, Caro, ich bin zwar nur dein Zweitname und imaginär oder metaphorisch für dein Gewissen gemeint, aber lass die Finger davon.'' Oder wie meine Wii-Fit-Trainerin immer sagt mit monotoner, entspannender Stimme bei Yoga-verrenkungen:,, Stellen sie sich den Körper vor, den sie gerne hätten''. Das mache ich....und weine wieder.

2) Ich hab Kohle, die habe ich zwar nicht lange, weil davon mal wieder nen Abstecher nach Paris mache, aber yay, Geld?!

2011-03-14

Einfach so, ey...


1)Ich habe letztens mal wieder meine Youtube-Favoriten durchgewühlt und stieß auf dieses Video, was ich kurz nach der Bekanntgebung von Isabel Caros Tod. Gestorben ist sie viel früher, schon Anfang/Mitte November. Irgendwie ist das ein Thema, was mich schon länger und auch intensiver beschäftigt, die gute...böse Magersucht und Bulimie. Einen kleinen Vorgeschmack der Bulimie hatte ich schon und seitdem auch die stetige Angst vor Rückfall. Aber wenn ich bei Youtube so Kommentare darunter sehe wie 'Soll sie doch mal ein ordentliches Steak essen', dann wird mir schlecht, wie bescheuert man einfach nur sein kann, sowas zu sagen.

2)Warum Japan... so ein verdammter Scheiß. Anders kann ichs gerade nicht formulieren und es ist genau passend.

3)Alles bestens hier.
Nachdem ich jetzt so angefangen habe, folgt der fröhlicherere, optimistischere Blogpost irgendwann in dieser Woche!

2011-02-14

Liebe ist Braun oder 'Öffne dein Herz, ich will mein Bier kalt stellen'


Und das nur, weil ich den Valentinstag hasse und Rot eine zu hübsche Farbe ist. Braun. Wie Scheiße. Wie ein dicker Haufen Kot. Es könnte auch eine liebevolle Umschreibung für Analsex sein, aber... mit dicken fetten Haufen Scheiße, im übertragenen Sinne, habe ich mehr Erfahrung. Die kann man nämlich ab und zu ganz leicht in die Fresse geklatscht bekommen. Das stinkt und sieht scheiße aus. Ha..haha... sieht scheiße aus, haha...fuck.

Man merkt garnicht meine Depression. Ein schlaues Mädchen sagte einmal 'Wenn ihr euch so über den Valentinstag aufregt und das ihr alleine seid, holt euch doch nen Freund, ihr dummen Kühe.'

Vielleicht täusche ich mich und dieses Mädchen war vielleicht doch nicht wirklich so schlau, denn 'holt euch doch nen Freund' klingt leider leichter als es ist. Vorallem, wenn man so mit Gefühlen umgeht wie ich. Ich rede nie darüber, ich will das auch garnicht und eigentlich bin ich schlimmer als jeder Kerl, wenn es um 'über Gefühle reden' geht. Sollen die Kerle doch froh sein, das es endlich mal jemanden gibt, ohne Gefühlsduselei und selbst dann isses wieder nicht in Ordnung weils dann zuwenig ist und 'du hättest ja was sagen können'. Aber vielleicht habe ich ja auch nur ein kaltes Herz, so wie Kai aus 'Die Schneekönigin' und mir geht wie ihm alles am Allerwertesten vorbei. Und das war jetzt ein sehr gefühlvoller Absatz.

Jedenfalls habe ich es heute genüsslich aus meinem Kalender gestrichen, dieses 'Valentinstag'. Ich sitze gerade hier herum, trinke mein Bier und werde mich warscheinlich heute in den Schlaf weinen, buhuhu. Nein, eigentlich trinke ich gerade wirklich mein Bier, aber statt in-den-schlaf-weinen werde ich einschlafen wie immer. Es ist schließlich auch nur ein Tag wie jeder andere. Nur mit mehr Gefühlsduselei, Bier und Depression.

2011-02-06

I want to kiss your sweet, wet...




Ich habe mir heute 'Atonement' (dt. Abbitte) gekauft (Saturn 9.99€) und ihn mir gerade angesehen. Gelinde gesagt war ich ein wenig umgehauen. Ich habe ihn, als er dann vorbei war zu dem traurigsten Film in meinem Regal gekürt, wärend ich geweint habe wie ein kleines Kind.

Es ist ja allgemein bekannt, das ich sehr schnell bei Filmen weine. Schnell schon, aber nicht viel. Bis auf '(500) Days of Summer' hat das kaum ein Film geschafft, dass ich soviel meine Augen nach Löchern untersuchen musste.

Jedenfalls spielt der Film zur Zeit des 2ten Weltkrieges und ist eine Verknüpfung von Missverständnissen, ausgelöst durch kindliches Unwissen und krasser Fehlinterpretation, welche zwei Menschen voneinander trennte. Das Mädchen Briony Tallis merkt eine Beziehung zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia und dem Sohn der Haushälterin und klagt ihn durch eine Verkettung bestimmter Umstände der Vergewaltigung an. Er wird an die Front geschickt und Cecilia wird Krankenschwester um ihm näher zu sein. Briony indes wird folgt später ihrem Beispiel um Abbitte für das zu leisten, was sie dem Paar angetan hat.

Mich persönlich hat ein Film wirklich selten so bewegt. Extrem gute Schauspieler, schöner Plot und ausdrucksstarke Bilder. Kann ich jedem nur empfehlen. Jetzt muss ich nurnoch das Buch dazu lesen. Zuviel zu lesen momentan, argh!

Heute ist irgendwie ein seltsamer Tag. Irgendwas ist kaputt heute, irgendwas stimmt nicht. Es herrscht wieder etwas Krieg im Kopf, ich sah heute Spagettimann wieder und ich weiß nicht ob Schnitzelmann nur faul ist oder ihm alles egal ist. Vielleicht sollte ich auch in zwischenmenschlichen Bereichen Vegetarierin werden.

Ach und was er küssen möchte, ist ihre süße, nasse Möse.


2011-01-26

'Auf dem Mond...und zurück'




Ich war heute mit meinen Freundinnen in 'Black Swan', endlich.

Ich muss sagen... Darren Aronofsky hat geniale Arbeit geleistet. Natalie Portman überragende Arbeit und Clint Mansell betörende Arbeit geleistet.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, das ich diesen Film defintiv für einen der besten Filme halte, die ich je im Kino gesehen habe. Schon allein der Trailer, den ich ca. seit Oktober/November 2010 kenne, hat einen Oscar verdient für die non-existente Kategorie 'Bester Trailer'. Ich war gierig, so gierig auf einen Film war ich bisher nur bei 'Tangled'.

In den letzten paar Wochen hab ich gnadenlos alles absorbiert was mit 'Black Swan' zu tun hatte. Manchmal ein fataler Fehler, wenn man sich hineinsteigert, und man enttäuscht wird ('The Princess and the frog', den hab ich besser erwartet gehabt), was bei diesem brillianten Film nicht der Fall war.

Er beschert, trotz manchen seltsamen Momenten, einen so realistischen Einblick in die Welt des Balletts. All die Schmerzen, Verletzungen und Druck, nur für die Illusion der Schwerelosigkeit und Darstellung kunstvoller Schönheit.

Zur Musik ist folgendes zu sagen: Seit ich den Trailer gegesehen habe, war ich geil auf die letzten paar Sekunden Musik, wo nur Cello und Violine zu hören war. Und als dieser Moment dann kam, bekam ich das mir sehr bekannte Schaudern, was ich jedesmal bekomme, wenn die winzigen Sekunden gespielt werden. Die Kombination von Tchaikowskys Schwanensee und der Musik von Clint Mansell ist gigantisch, es harmoniert perfekt.

Teilweise gab es in dem Film jedoch auch Augenblicke, wo ich mir dachte 'Ein abgefahrener, psychosexueller Thriller' ist die perfekte Beschreibung. Um nicht zu spoilern, formuliere ich es so: Es ist kein 'Horror' in dem Sinn von einerkommtundmezzeltrum. Man sieht hauptsächlich Autoaggression, Wahnvorstellungen und (nein, nicht schizophrenie, meine lieben) Dissoziative Identitätsstörung und nebenbei noch Essstörung (aber die gehören zum autoaggressiven Verhalten). Den meisten Horrorfaktor für mich, hatte jedoch die Mutter. Sie war unheimlich. Nicht unbedingt das, was ich mir als Mutter wünsche.

Sexuell ist auch defintiv ne Menge dabei. Das war guuut.

Jedenfalls, ich glaube dieser Film lässt mich nicht so schnell los. Und um es mit Nina und Mia's Worten zu sagen:


Es war wie 'Auf dem Mond...und zurück.'